Thursday, October 30, 2008

Kashan (2)

29.10.2008

Der Bazar in Kashan ist weniger hektisch und leichter zu erkunden als der in Teheran. Natürlich liegt das auch an seiner Größe, die deutlich geringer ist. Aber auch im Straßenverkehr fällt auf, dass Auto- und Mofa-Fahrer hier ruhiger agieren.



Wir fragten einen Händler, wo man auf das Dach des Bazares kommt. Er führte uns daraufhin gerne durch schmale Gänge und Treppen nach oben. Von hier aus hat man nicht nur einen guten Blick über die Stadt, sondern erkennt auch, dass das Dach aus einem Lehm-Stroh-Gemisch, wie man es auch bei Fachwerkhäusern in Deutschland antreffen kann, gebaut ist.

Kashan ist bekannt für seine großen und aufwendig restaurierten historischen Häuser. Wir haben 4 davon besucht, außerdem ein altes, nicht mehr verwendetes Hamam (Badehaus). Die Häuser sind reichlich verziert, besitzen mehrere Innenhöfe, und sind ein Zeugnis vom Reichtum einzelner Bürger (meist Händler, unter anderem Waffenhändler).

Zum Abschluss der Besichtigungen warfen wir noch einen Blick auf die alte Stadtmauer und zwei großen kegelförmigen Gebäuden (unsere Vermutung: Kornkammer). Diese sind, da auch aus Lehm gebaut, zerflossen wie eine Sandburg nach Regen. Interessant wäre das Alter der Bauwerke gewesen, aber unser Reiseführer schweigt dazu leider. Ich werde nach dem Urlaub versuchen dies zu klären, denn wir haben nicht die geringste Vorstellung darüber (2000 Jahre oder 200 Jahre alt?).

Abends gings mit dem Bus weiter nach Esfahan.

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