17.09.2010
"Mora mora" ist madagassisch und bedeutet so viel wie "Langsam, langsam", also immer mit der Ruhe. Wir hingegen wollen in den drei Wochen auf Madagaskar möglichst viel sehen und erleben, weswegen wir dieser Einstellung nicht immer folgen können.
Heute haben wir uns daher gefreut, dass das Taxi-Brousse sofort losgefahren ist, nachdem wir eingestiegen waren - und das, obwohl er nicht einmal voll besetzt war. Stutzig machte uns jedoch, dass er in die falsche Richtung fuhr. Und kurze Zeit später befanden wir uns in einem abgelegenen Teil von Fianarantsoa, um auf weiter Fahrgäste zu warten. Wir hätten es ja wissen müssen: In Madagaskar fährt ein Taxi-Brousse nicht los, wenn noch Plätze frei sind.

Aber es kam noch besser: Nachdem das Taxi-Brousse voll war, wir dafür sogar noch einmal zum Busbahnhof zurück gefahren sind, kurz nachdem es endlich losging, hielten wir schon wieder an: An einer Werkstatt. Naja, lieber etwas länger Warten und dafür Gesund ankommen. "Mora mora" ...
Während der Wartezeit wird einem jedoch nie langweilig, da es immer etwas zu sehen gibt, zum Beispiel:
- Frauen/Kinder, die jede Menge Backsteine auf den Kopf stapeln und tragen
- Fütterung eines Hahns, zuerst mit Mais, den er freiwillig aß, anschließend gabs noch ein paar Knoblauchzehen
- Waschen des Hahns
- natürlich die Wartungsarbeiten an der Bremse
In Ranomafana sind wir dann noch für 4 Stunden in den National-Park. Schön dort, und wir hatten außerdem großes Glück, denn die Lemuren kamen in unserer Gegenwart zum Trinken aus den Baumwipfeln zu uns herunter!
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