Thursday, September 16, 2010

Waldbrände

16.09.2010

In Madagaskar riecht man nicht selten den Geruch von verbrannten Holz. Denn gekocht wird hier mit Holz/Holzkohle. Oft sieht man einen kleinen Grill/Ofen auf der Straße stehen, der qualmt, aber auch aus den Häusern qualmt es hin und wieder, denn viele Häuser besitzen keinen Kamin.

Doch nicht nur zum Kochen wird Holz verbrannt. Auch für die Backsteine, die in jeder Stadt zum Bauen benötigt werden, kommt es beim Brennen zum Einsatz. Und dies geschieht nicht Abseits, sondern nahe des Stadtkerns.

Heute haben wir noch aus einem anderen Grunde den Rauch eingeatmet: Waldbrände. Auf unserer Fahrt von Tana nach Fianarantsoa sahen wir neben den vielen Reisfeldern und Steppe auch große Flächen von abgebrannten und brennenden Wäldern. Ganze Täler waren in Qualm eingehüllt, aber niemanden schien dies wirklich zu stören. Auch löscht hier niemand die Brände, die ja oftmals von Anwohnern gelegt werden, denn die so geschaffenen Weideflächen für Zebus sind für die Bauern von großer Bedeutung.  

In Fianarantsoa haben wir abends endlich mal den madagassischen Rum gekostet - sehr stark, aber eine gute Abwechslung zum fast täglichen madagassischen Bier "THB" ("Three Horses Bier"). Madagassischen Wein haben wir bisher nicht kosten können. Es gibt davon nur geringe Mengen, und er wird bisher auch nicht exportiert. 

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