10.11.2008
Endlich haben wir die Zeit gefunden, das "museum of holy defence" zu besuchen. Im Innern befinden sich Kopien von Verträgen, Bilder und Gegenstände, die im wesentlichen den Zweck haben zu belegen, dass a) der Iran (Persien) im laufe der Geschichte sich gegen viele Feinde verteidigen musste und dass b) die Gegner (insbesondere Sadam Hussein) die Aggressoren waren, bzw. c) die eigenen Helden zu ehren. Leider ist nur wenig ins Englische übersetzt worden.
Außerhalb des Gebäudes steht eine Sammlung unterschiedlicher Waffen: vom Gewehr bis hin zum Panzer. Weiterhin gibt es eine Nachbaut eines Teils des Schlachtfelds rund um Basra zur zeit der iranischen Offensive „Karbala V“. Diese ist mit Lautsprechern ausgestattet, um ein möglichst realistisches Gefühl zu vermitteln (erinnerte mich an das Spiel „Battlefield“).
Nachmittags schlenderten wir über den Basar und gingen ins Teehaus. Dort trafen wir Hossein, bei dem wir ja ursprünglich unsere Tour buchen wollten, ihn jedoch nicht erreichen konnten. Im Gespräch fanden wir heraus, dass die Tour bei ihm ein ganzes Stück billiger gewesen wäre. Im Nachhinein habe ich den Eindruck, dass Jalal uns mit dem Argument des guten Wetter nur dazu überreden wollte, gleich zu fahren, damit wir nicht die günstigere Tour bei Hossein buchen. Ja, er ist wohl ein guter Geschäftsmann. Das nächste mal würde ich definitiv die Tour von Hossein wählen (Tipp: vorher per email Kontakt aufnehmen)!
Am Abend hat uns noch ein Taxifahrer angesprochen und mit Fragen über das Leben überschüttet (Was muss ich tun, um ein guter Taxifahrer zu sein? Was oder wer ist Gott? Wie kann ich absolute Sicherheit im Leben erlangen? [...]). Als wir ihn endlich los waren, sind wir ins Hotel. Und eine Stunde später stand er doch tatsächlich vor unserer Tür und hat erneut die gleichen Fragen gestellt. Komischer Typ.
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