Von Yazd aus kann man eine Rundtour durch verschiedene Wüstenstädte starten. Dazu "gönnten" wir uns ein Taxi (ca. 25€ für 10 Stunden, ein Großteil davon ist für den Fahrer Wartezeit). Wir stoppten ein Taxi mit dem Vorsatz, nur eines zu nehmen, dessen Fahrer auch englisch spricht. Bei zweiten wurde ich jedoch bereits schwach und erklärte ihm unser Vorhaben, d.h. ich nannte ihm die 4 Städte, zu denen wir wollten und gestikulierte einen Kreis für Rundtour. Er willigte ein und wir fuhren los - manchmal kommt man auch ohne Sprache aus.
Erster Stopp: Meybod
Die anderen drei Sehenswürdigkeiten lagen zusammen, nur wo? Nachdem wir eine Weile durch die Stadt geirrt waren, gingen wir in ein öffentliches Gebäude – glauben wir zumindest. Niemand schien dort zu sein und ich wollte bereits weiter gehen, als Dominik eine Frau im Büro ausmachte. Diese versorgte uns mit Kartenmaterial (ungefähr DIN A3 Größe, wir mussten es immer auf- und zurollen) und Postkarten mit Zeichnungen unserer Ziele – natürlich kostenlos für uns planlose Touris, Geld wollte sie einfach nicht annehmen!
Dank ihrer Hilfe fanden wir schnell zu dem alten Posthaus inklusive Museum (nicht so spannend), einer Karawanserei (sah aus wie komplett nach gebaut, voller Tourischops) und einem Eishaus (das ähnelte der vermeintlichen Kornkammer, die wir in Kashan gesehen hatten). Alles in allem waren die drei Attraktionen weniger interessant und aufregend als der Weg dorthin.
Zweiter Stopp: Ardakan
Diese Stadt war auch größer als erwartet. Da wir jedoch keine speziellen Ziele anlaufen wollten, liefen wir einfach ein bisschen durch den historischen Teil der Stadt und stillten unseren Hunger mit Kamelkebap.
Dritter Stopp: Chak Chak
Diesmal erwarteten wir eine Stadt, stattdessen fanden wir etliche in den Hang gebaute Hallen, die alle unbewohnt waren. Wir stiegen den Berg hinauf an den seltsamen Gebäuden vorbei und trafen oben den Tempel an. Dort konnten wir auch den Felsen bestaunen - das Wasser fließt noch heute.
Vierter Stopp: Kharanaq
Das Ziel selbst war ein fantastischer Abschluss einer tollen Tour: Landschaftlich reizvoll, ein guter Einblick über die Bewässerungsanlagen inklusive einem alten Aquädukt, und eine langsam zerfallende Geisterstadt. Durch diese Lehmgebäude liefen wir, und es war ein ganz besonderes Abenteuer, in den Ruinen der bis zu dreistöckigen Gebäude einen (sicheren) Weg zu finden. Und an jeder Ecke offenbarte sich ein neuer Blick auf die umliegende Gegend, an jeder Ecke wirkte die Ruinenstadt anders.
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