Friday, November 7, 2008

Yazd (2)

05.11.2008

Die "get-lost-in-yazd-tour" (lonley planet) führte uns einmal durch die Altstadt, vorbei an den üblichen Sehenswürdigkeiten. Der Weg lud wirklich zum Verlaufen ein: verwinkelte, kleine Gassen, die begrenzenden Häuser sind alle aus dem typischen Lehm-Stroh-Gemisch erbaut. Seltsam, aber wir haben den Weg nie wirklich verloren. Im Gegenteil: Wir konnten sogar auf der Tour noch zusätzlich ein Reisebüro finden und unsere Zugfahrt und unseren Inlandsflug buchen.
Eine Besonderheit in Yazd sind die Quants. Diese unterirdischen Kanäle werden gerade so groß gegraben, dass ein Mensch drinnen knien kann. Sie liegen bis zu über 100 Meter unter der Erde und dienen zur Wasserversorgung und Temperaturregelung der Gebäude in der Stadt (teilweise auch noch heute). Überall in der Stadt fanden wir Treppen, die hinunter zu den Wasserstellen führen. Das ganze haben wir uns dann noch im Wassermuseum genauer angeschaut – war leider nur mäßig aufschlussreich.
Amir Chakhmaq Komplex

Wir haben bereits öfter gelesen, dass vor der Islamisierung der Perser durch die Araber eine Religion vorherrschte, die Feuertempel bauen ließ, und deren Zeichen wir bereits in Persepolis sahen. Einen Tempel dieser Religion kann man in Yazd besichtigen, und wir machten uns auf den Weg. Eigentlich hatte ich erwartet, eine Ruine vorzufinden. Um so erstaunter war ich, als mir klar wurde, dass diese Religion noch heute von einer Minderheit praktiziert wird, und im Feuertempel eine Flamme brennen soll, die im Jahre 470 entzündet wurde. Der Name des Begründers der Glaubensrichtung: Zarthosht oder auch Zarathustra genannt.

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